Paper No. 4 (2019) 11-5



Submitted: Jan. 12, 2020
Posted: Jan. 12, 2020


Die Reibung im Herzen der Finsternis

Jan Oliver Martins

Abstract: Im vorliegenden Artikel wird analytisch und reflexiv diskutiert, welche Vor- und Nachteile Oberdieks going native Konzepte und Tsings friction in Bezug auf möglichst sachdienliche Beschreibungen von interkulturellen Aufeinandertreffen aufzeigen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Relationalität und Diversität der Perspektivität in den interkulturellen Begegnungen gelegt. Ein Teil der Argumentation wird exemplarisch an Hand fiktiver Umstände aus Joseph Conrads Roman Das Herz der Finsternis geführt. Die Diskussion werden Sie eingebettet in allgemeinere Überlegungen zu wissenschaftlichen Ansprüchen, Feldforschung und konzeptioneller Methodik in der Kulturanthropologie vorfinden. Diese Überlegungen schließe ich in diesem Artikel mit dem Vorschlag einer im Laufe des Textes bestimmten Herangehensweise an Beschreibungen interkultureller Begegnungen, die eine weitgehende, verflochtene und kohärente Kontextualisierung ermöglichen soll und mit der Forderung kulturanthropologische Wissensansprüche u.a. in Bezug auf die hier behandelten Grenzen von Feldforschungen weiter zu relativieren.

Keywords: going native, friction, Methodik, Feldforschung, Wissensanspruch, reflexive Ethnologie.

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